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Landwirtschaft:Pommes in der Krise

Die coronabedingte Schließung der Gastronomie hat dazu geführt, dass große Mengen an Fritten-Kartoffeln in den Lagern der Landwirte liegen bleiben. Vor allem in Nordrhein-Westfalen dienten die Feldfrüchte nun als Schweinefutter, heißt es in einem Bericht des dortigen Umweltministeriums. Dass Restaurants mittlerweile wieder öffnen dürfen, ändert diese Situation nur bedingt: "Wir können nicht die Pommes, die wir in den letzten zwei Monaten nicht gegessen hätten, jetzt auch noch essen", sagt Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW. Wobei der Fachmann zu Bedenken gibt: "Der eine oder andere könnte das vielleicht - aber es wäre sicher nicht gesund." Um Pommes herzustellen, werden große, mehligkochende Kartoffeln benötigt. Verarbeitet werden sie vor allem in den Niederlanden.

© SZ vom 02.06.2020 / SZ

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