Der Europäische Rechnungshof hat der EU Versagen beim Vorgehen gegen die Risiken von Pflanzenschutzmitteln vorgeworfen. Die EU-Strategie zur Verringerung risikobehafteter Pestizide zeige keine messbare Wirkung, rügte der Rechnungshof. Die Richtlinie zur nachhaltigen Nutzung von Pflanzenschutzmitteln gebe kein klares Ziel vor. Zudem fehlten notwendige Daten, um eine Reduzierung zu messen, sagte der Rechnungshof-Experte Samo Jereb. Den Landwirten fehlten deshalb klare Vorgaben für den Umgang mit Pestiziden. Außerdem mangle es an Instrumenten, um das Verhalten der Bauern mit möglicherweise umweltschädlichen Stoffen zu kontrollieren, sowie an Anreizen, auf harmlosere Produkte umzustellen. Der Europäische Rechnungshof kontrolliert die ordnungsgemäße Verwendung von EU-Mitteln. Eine seiner Hauptaufgaben besteht nach Angaben der Behörde in Luxemburg aber auch darin, die Wirksamkeit europäischer Gesetzgebung zu überprüfen.
Landwirtschaft:Pestizid-Strategie der EU hat versagt
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Erklärtes Ziel der EU ist es, den Pestizideinsatz zu verringern. Der Rechnungshof in Brüssel hat das geprüft und kommt zu einem vernichtenden Urteil.
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