Landwirtschaft:Doppelt ernten

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Ein Pilotprojekt zeigt, dass auf Äckern beides möglich ist: mehr Nahrungsmittel zu produzieren und mehr Energie für den Eigenbedarf. Bislang wurde immer über "Tank oder Teller" diskutiert. Hat sich das erledigt?

Von Isabella Hafner, Heggelbach

Unweit von Überlingen am Bodensee, weit aber von der nächsten zweispurigen Straße entfernt, in einem von Eiszeit-Moränen geformten Tal, stehen ein paar Häuschen, Ställe und eine Käserei beieinander. Hühner und Hunde flanieren dazwischen, am Ortseingang Schafe. Fünf Familien leben hier, einschließlich 50 Milchkühen mit Kälbern und 500 Schweinen. Rundherum 65 Hektar Dauergrünland und rund 100 Hektar Acker, die biodynamisch, nach den strengen Demeter-Richtlinien mit wechselnden Fruchtfolgen bewirtschaftet werden. Zwei Millionen Jahresumsatz machte die Hofgemeinschaft vergangenes Jahr, sagt der 62-jährige Thomas Schmid: "Mancher Mittelständler muss sich anstrengen, um so ein Volumen hinzubekommen."

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