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Landwirtschaft:Ackergift in der Muttermilch

  • Viele Mütter vertrauen darauf, das Richtige zu tun, wenn sie ihre Babys stillen. Muttermilch gilt als gesund. Doch nun wurde bei einer Stichprobenuntersuchung in ganz Deutschland das Ackergift Glyphosat in der Milch von Müttern entdeckt.
  • Das ist ausgerechnet der Stoff, den die Weltgesundheitsbehörde erst vor kurzem als möglicherweise krebserregend eingestuft hat. Er hat sich nun anscheinend in der Nahrungsmittelkette festgesetzt.
  • Die zuständige Behörde scheint das kalt zu lassen. Gerade erst hat das Bundesinstitut für Risikoforschung einen Prüfbericht an die EU geschickt, in dem sie das Pestizid als unbedenklich einstuft. Der Druck von Seiten der Agrarindustrie ist groß - denn Glyphosat ist ein Milliardengeschäft.

Von Silvia Liebrich

Viele Landwirte wollen nicht darauf verzichten, und auch Hobbygärtner setzen es gern ein. Kein Wunder, denn gegen das Ackergift Glyphosat scheint buchstäblich kein Kraut gewachsen. Kaum ein anderes Mittel in der Landwirtschaft erweist sich als so wirksam, wenn es darum, geht, lästigen Pflanzen den Gar auszumachen. Das macht den Wirkstoff, der in Mitteln wie Roundup enhalten ist, zum meist verkauften Pestizid weltweit. Doch was für die Agro- und Chemieindustrie ein Milliardengeschäft ist, könnte für Mensch und Umwelt gravierende Risiken haben, die bisher unterschätzt wurden.

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