bedeckt München 18°
vgwortpixel

Kurzarbeitergeld:Und dann kommt das Finanzamt

Coronavirus - Homeoffice Stuttgart

Bezieher von Kurzarbeitsgeld sind verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Viele Arbeitnehmer werden trotz des steuerfreien Kurzarbeitergeldes wohl nachzahlen müssen.

Die deutsche Steuergewerkschaft warnt davor, dass für Millionen Bezieher von Kurzarbeitergeld im kommenden Jahr voraussichtlich einmalig ein höherer Steuersatz zugrunde gelegt wird. Das Einkommen der Steuerpflichtigen werde daher entsprechend höher besteuert, obwohl das Kurzarbeitergeld eigentlich steuerfrei ist. Zudem seien Millionen Menschen, die bislang keine Einkommensteuererklärung abgeben mussten, im kommenden Jahr dazu verpflichtet. Es bestehe eine Erklärungspflicht für alle Bezieher dieser staatlichen Leistung, mit der ein Teil der Nettolohneinbußen kompensiert wird. "Wir als Steuergewerkschaft erwarten, dass dies zu viel Ärger und Unverständnis führen wird", sagte der Bundesvorsitzende der Steuergewerkschaft Thomas Eigenthaler der Süddeutschen Zeitung. Am kommenden Montag will er das Problem im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags erörtern.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Großbritannien
Der Chefberater, der zur Last wird
Teaser image
Ernährung
Die ersten 1000 Tage entscheiden
Teaser image
Psychologie
"Wie wir leben, beeinflusst unser Sterben"
Teaser image
Josef Aldenhoff im Gespräch
"Sexualität ist oft verstörend"
Teaser image
Sex und Corona
"Sex ist gerade ohnehin sinnvoll: Ein Orgasmus stärkt das Immunsystem"
Zur SZ-Startseite