KriseKurzarbeitergeld soll weiter Jobs sichern

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Die deutsche Industrie schickt wieder mehr Beschäftigte in Kurzarbeit.
Die deutsche Industrie schickt wieder mehr Beschäftigte in Kurzarbeit. (Foto: Jens Kalaene/dpa)
  • Die Bundesregierung verlängert das Kurzarbeitergeld auch 2026 auf bis zu zwei Jahre, nachdem die bisherige Regelung in vier Wochen ausgelaufen wäre.
  • Im September bekamen 209 000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld.
  • Während der Pandemie 2020/2021 bezogen bis zu 3,6 Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld
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Die Bundesregierung will nun auch 2026 bis zu zwei Jahre lang bezuschussen, dass Beschäftigte in Krisenbetrieben die Arbeitszeit reduzieren.

Von Alexander Hagelüken

Die bisherige Regelung zum langen Kurzarbeitergeld wäre in vier Wochen ausgelaufen. Nun haben Union und SPD angekündigt, dass sie auch künftig Arbeitsplätze durch diese Maßnahme sichern wollen. Auch 2026 sollen Beschäftigte bis zu zwei Jahre lang Geld von der Bundesagentur für Arbeit bekommen, wenn ihr Gehalt reduziert wird, weil sie etwa wegen weniger Aufträgen im Betrieb kürzer arbeiten, statt entlassen zu werden. Normalerweise fließt das Kurzarbeitergeld höchstens ein Jahr.

Die deutsche Wirtschaft stagniert 2025 das dritte Jahr in Folge, und das macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Im September bekamen 209 000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld, durch das Unternehmen schwierige Zeiten überbrücken können. Das waren knapp 40 000 Beschäftigte mehr als im August. Andrea Nahles, Chefin der Bundesagentur für Arbeit, warnt vor einer Dramatisierung. Es gebe noch nicht wieder einen Run auf Kurzarbeitergeld. Die Zahl bewege sich aber auf einem höheren Niveau. Rund 15 Prozent der Kurzarbeitenden bekommen das Geld aktuell länger als ein Jahr. Die Leistung weiter bis zu zwei Jahre zu zahlen, wird 100 bis 180 Millionen Euro kosten.

Vor der Entscheidung der Bundesregierung, Kurzarbeitergeld weiterhin zwei Jahre zu zahlen, hatten sich Gewerkschafter dafür starkgemacht. So schrieben die Vorsitzenden der IG Metall und des Deutschen Gewerkschaftsbunds in Baden-Württemberg, Barbara Resch und Kai Burmeister, einen Brief ans Bundesarbeitsministerium. In dem Bundesland sind Autokonzerne wie Mercedes und Porsche, viele Zulieferer und Maschinenbauer angesiedelt. Ihnen machen unter anderem chinesische Konkurrenz und US-Zölle zu schaffen. 2025 wurden bereits 36 000 Stellen abgebaut. „Das Kurzarbeitergeld hat sich insbesondere seit den Pandemiejahren sehr bewährt, Beschäftigung zu sichern, trotz Krise Fachkräfte zu binden und industrielle Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten“, schrieben Resch und Burmeister. Während der Pandemie 2020/2021 bezogen bis zu 3,6 Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld, das Instrument rettete laut Studien Millionen Arbeitsplätze.

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