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Kursverluste:Adidas schockiert Anleger mit Gewinnwarnung

adidas Shoe Production Ahead Of Results

Ein Produkt aus dem Hause Adidas: Sportschuhe

(Foto: Getty Images)

Immer noch auf Rekordkurs, aber weniger als gedacht: Die Börse straft Adidas deutlich ab. Der Sportartikelhersteller hat sein Gewinnziel kassiert.

Mit einer Gewinnwarnung hat Adidas Anleger und Branchenexperten überrascht. Die Aktie stürzte am Freitag um mehr als vier Prozent ab und war damit größter Verlierer im Leitindex Dax.

Der Grund für den Kursrutsch: Der lange erfolgsverwöhnte Sportartikelhersteller hatte sein Gewinnziel für das Gesamtjahr kassiert. Statt 890 bis 920 Millionen Euro wird das Unternehmen 2013 höchstens 850 Millionen Euro Gewinn einfahren, teilte der Konzern mit. Das wäre zwar immer noch ein Rekordwert, aber eben deutlich weniger als erwartet.

Der Umsatz soll 2013 lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen - ursprünglich hatte das Management einen Zuwachs im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich angekündigt. Auch die operative Marge wird mit 8,5 Prozent geringer ausfallen als erwartet (neun Prozent).

Der Adidas AG, zu der auch die US-Marken Reebok und Taylor-Made (Golf) gehören, macht die Abwertung einiger Währungen gegenüber dem Euro zu schaffen. Zuletzt betraf dies unter anderem den russischen Rubel, den japanischen Yen, sowie die Währungen von Brasilien und Argentinien, Real und Peso.

Schwierigkeiten bereitet aber auch ein unlängst nahe Moskau in Betrieb genommenes Distributionszentrum, von dem aus Russland und viele Anrainerstaaten mit Ware versorgt werden sollen. Das klappt bislang noch nicht. Russland ist mit einem Umsatz von einer Milliarde Euro nach Nordamerika und China der drittgrößte Absatzmarkt für Adidas. Schließlich bereitet die anhaltende Schwäche auf dem weltweiten Markt für Golf-Ausrüstung Probleme, was der Tochterfirma Taylor-Made die Bilanz verhagelt.

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