Menschen machen sich seit jeher Gedanken über die Zukunft, und Künstler haben diese Gedanken in ihren Werken verarbeitet. Der Regisseur Fritz Lang blickte 1926 mit der Produktion des Stummfilm-Klassikers „Metropolis“ 100 Jahre voraus – in das Jahr 2026 – und entwarf in dem Epos über die futuristische Megastadt das Bild einer unmenschlichen Arbeitswelt. Lang zeichnete die Vision einer Klassengesellschaft: Eine elitäre Führungsschicht lebt luxuriös in Hochhäusern, während die ausgezehrte Arbeiterschaft tief unter der Erde schwere Maschinen bedient. Dabei griff er Erfahrungen seiner Zeit auf: In den 1920er-Jahren hatten Industrialisierung und technischer Fortschritt wie Elektrizität, Massenproduktion und Verbrennungsmotor bereits große Teile der Wirtschaft erfasst. „Metropolis“ projizierte diese Realität in eine dystopische Zukunft.
MeinungKünstliche IntelligenzWie KI und menschliche Arbeit zusammenpassen

Essay von Markus Zydra, Frankfurt
Lesezeit: 5 Min.

KI schlägt eine Schneise in die Arbeitswelt, Algorithmen kapern menschliche Jobs. Die Politik muss den epochalen Umbruch steuern, sonst droht Klassenkampf.