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Kriselnde Fast-Food-Kette:Burger King liefert nach Hause

  • Die Fast-Food-Kette Burger King startet einen Lieferdienst.
  • Erst einmal wird dieser nur in acht deutschen Städten angeboten - bei Erfolg soll das Angebot ausgeweitet werden.

Lieferungen nur an schnell erreichbare Kunden

Die klassischen Fast-Food-Ketten sind in Not. Burger King stand in der Vergangenheit vor allem wegen Hygienemängeln und schlechten Arbeitsbedingungen in der Kritik, bei Konkurrent Mc Donald's sinkt der Umsatz immer weiter - auch weil die Ketten ihr grundlegendes Geschäftsmodell seit Jahrzehnten nicht verändert haben. Jetzt startet Burger King einen Versuch, das zu ändern: Die Firma liefert Hamburger und Fritten in einigen deutschen Städten nun auch nach Hause, gab Burger King heute bekannt.

Burger per Auto, Roller oder E-Bike

Zunächst wird der Service aber nur von acht deutschen Filialen angeboten: von Berlin, Chemnitz, Gera, Zwickau, Dresden, Waiblingen und Singen. Kunden können dort unter der Woche von elf bis 22 Uhr telefonisch bestellen, am Wochenende bis 23 Uhr. Ausgeliefert wird das Essen Burger King zufolge per Auto, Roller oder E-Bike. Es handele sich zunächst allerdings um eine Testphase, in der nur Bestellungen von Kunden entgegengenommen würden, die innerhalb von acht Minuten erreicht werden könnten.

Die Aktion lief bereits Ende Januar in einer Mannheimer Filiale und fünf Restaurants in Österreich an. Nun wird der Lieferdienst auf sieben weitere deutsche Niederlassungen ausgeweitet. Bei Erfolg soll er nach und nach ausgebaut werden.

Burger King war in den vergangenen Monaten in die Schlagzeilen geraten, nachdem die Konzernmutter den Vertrag mit der Yi-Ko-Holding, einem großen deutschen Franchisenehmer, gekündigt hatte. Hintergrund waren Verstöße gegen die vertraglich vereinbarten Arbeitsbedingungen und Berichte über Hygienemängel.

© Süddeutsche.de/AFP/ratz
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