Gasgeschäfte:Was hinter Putins Rubel-Drohung steckt

Gasgeschäfte: Eine digitale Anzeige für den Stand des Rubels in Moskau: Nach Kriegsbeginn verlor die russische Währung an die 40 Prozent ihres Wertes gegenüber dem Euro.

Eine digitale Anzeige für den Stand des Rubels in Moskau: Nach Kriegsbeginn verlor die russische Währung an die 40 Prozent ihres Wertes gegenüber dem Euro.

(Foto: Sergei Karpukhin/imago)

Russlands Präsident setzt den Westen mit seiner Ankündigung, Gas nur noch gegen Rubel zu verkaufen, mächtig unter Druck. Kann er diesen Machtpoker am Ende gewinnen?

Von Jan Diesteldorf, Claus Hulverscheidt und Benedikt Müller-Arnold

Wladimir Putin hatte sich eine kleine Erzählung zurechtgelegt, um die Weltöffentlichkeit an den Hintergründen seiner brisanten Ankündigung teilhaben zu lassen. Es sei ja bekanntlich so, erklärte der Kreml-Chef bei einer Videokonferenz mit seinen Ministern, dass der Westen zuletzt in großem Stil russische Auslandsguthaben in Euro und Dollar eingefroren habe. Damit hätten Europäer und Amerikaner das Vertrauen in ihre eigenen Währungen zerstört. Ihm, Putin, so die Botschaft, bleibe im Grunde kaum eine andere Wahl, als Gas-Zahlungen "unfreundlicher Staaten" künftig nur noch in einer Währung zu akzeptieren, auf deren Stabilität man sich verlassen könne: dem Rubel.

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