Iran-KriegKreuzfahrtschiffe passieren Straße von Hormus

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Eines der Tui-Schiffe, hier noch am Hafen von Doha Anfang April.
Eines der Tui-Schiffe, hier noch am Hafen von Doha Anfang April. AFP

Zwei Tui-Schiffe und eines von MSC haben das kurze Ende der Blockade genutzt und sind nun auf dem Weg nach Europa.

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Im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Unter ihnen sind Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 von Tui Cruises und die MSC Euribia der Schweizer Gesellschaft MSC.
Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor Iran gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. „Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.“ Die Tui-Schiffe seien auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan will die Reederei mitteilen, sobald diese verlässlich feststehen. Die MSC Euribia fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der Euribia ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden.

Die USA und Iran hatten gerade erst die Öffnung der Straße von Hormus verkündet, doch machte ein Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte dies laut Nachrichtenagentur Fars am Samstag wieder rückgängig. Iran gehe militärisch gegen Schiffe vor, hieß es. Als Grund nannte er die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.

Nach Angaben des Schiffsdatendienstes Marine Traffic war das Kreuzfahrtschiff Celestial Discovery, die ehemalige Aida aura, am Freitag das erste, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrtschiffe waren unter anderem in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe auf Iran starteten und Iran einen Beschuss von Schiffen in der Meerenge androhte und die Straße von Hormus faktisch blockierte.

Die MSC Euribia saß in Dubai fest, Mein Schiff 4 in Abu Dhabi und die Mein Schiff 5 in Doha. Nach der Evakuierung waren kleine Crews an Bord verblieben. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat keine Schiffe in der Golfregion. Die Reederei hatte vergangenen Sommer entschieden, aufgrund der Lage keine Reisen in der Region anzubieten.

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