Deutsche Umwelthilfe vs. Tui:Jetzt gehen Umweltschützer gegen die Kreuzfahrtindustrie vor

Deutsche Umwelthilfe vs. Tui: Ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Tui Cruises. Das Geschäft mit den Kreuzfahrten boomt aktuell.

Ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Tui Cruises. Das Geschäft mit den Kreuzfahrten boomt aktuell.

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Tui Cruises und andere Anbieter betonen gern, dass die Kreuzfahrt klimafreundlicher wird. Die Deutsche Umwelthilfe klagt jetzt gegen deren Klimaversprechen. Die Frage ist, ob das die Branche verändern kann.

Von Lea Hampel und Sonja Salzburger

Eine Frau sitzt vor einem Cocktail, im Hintergrund das Meer. Sie kann, laut einer Liste neben dem Foto, heute noch à la carte essen, in die Sauna gehen, Sport machen oder einen weiteren Cocktail trinken. Und das alles mitten auf dem Meer. Das Rundum-Angebot auf Kreuzfahrtschiffen, wie es Tui Cruises auf seiner Website bewirbt, überzeugt offenbar immer mehr Menschen. Für das Touristikjahr 2023/2024 sieht das Marktforschungsinstitut Travel Data Analytics ein Umsatzplus von 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Kreuzfahrten sind wieder voll profitabel", freute sich auch Tui-Chef Sebastian Ebel, als er am vergangenen Dienstag die Quartalszahlen präsentierte. Was er nicht sagte: Kreuzfahrten gehören zu den klimaschädlichsten Reiseformen. Am selben Tag betonte Ebel stattdessen: "Nachhaltigkeit ist unser Herz." Und später: "Tui soll und will Klimavorreiter unserer Branche werden."

Zur SZ-Startseite

"Icon of the Seas"
:Sieht so wirklich die neue "Ära des Urlaubs" aus?

In Finnland entsteht gerade das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Wer in der schwimmenden Kleinstadt Urlaub machen will, muss richtig viel Geld haben - aber angeblich kein schlechtes Gewissen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: