USAWut auf US-Versicherer: Ein krankes System

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In den USA hat jeder Bürger das Recht, in der Notaufnahme behandelt zu werden, auch unversicherte Personen.
In den USA hat jeder Bürger das Recht, in der Notaufnahme behandelt zu werden, auch unversicherte Personen. JOE RAEDLE/AFP

Der Chef des größten US-Krankenversicherers wurde ermordet. Jetzt feiern viele Amerikaner den mutmaßlichen Täter als Helden, weil sie das US-Gesundheitssystem für kränker halten als ihn.

Von Ann-Kathrin Nezik, New York

Man liest nun wieder überall Geschichten wie die von Little John Cupp. Der 61-jährige Schweißer aus Ohio ging mit Herzproblemen zum Arzt. Der Doktor empfahl eine Herzkatheter-Untersuchung. Eine Routineprozedur, eigentlich. Doch Cupps Versicherung lehnte zweimal ab. Genauer gesagt: ein Algorithmus, der in ihrem Auftrag prüfte, ob die Kosten für Behandlungen übernommen würden. Das Programm hielt die Untersuchung für „medizinisch nicht notwendig“, wie das Rechercheportal Pro Publica berichtete. Wenige Monate später starb Little John Cupp an einem Herzinfarkt.

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