GesundheitspolitikTK-Chef rechnet mit steigenden Krankenkassen-Beiträgen

TK-Vorstandschef Jens Baas rechnet zum Jahresanfang mit einem Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags auf über drei Prozent.
TK-Vorstandschef Jens Baas rechnet zum Jahresanfang mit einem Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitrags auf über drei Prozent. (Foto: Hannes P Albert/dpa)
  • TK-Chef Jens Baas rechnet im nächsten Jahr mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von über drei Prozent.
  • Gesundheitsministerin Nina Warken konnte ihr geplantes Sparpaket von zwei Milliarden Euro nicht durchsetzen, da der Bundesrat das Gesetz stoppte.
  • Selbst ein Kompromiss im Vermittlungsausschuss würde zu spät kommen, um noch bei den Beitragsberechnungen für 2026 berücksichtigt zu werden.
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Das Gesundheitsministerium rechnete eigentlich mit stabilen Zusatzbeiträgen für 2026. Dem widerspricht Jens Baas nun. Er verweist auf bislang gescheiterte Einsparungen bei Kliniken und geschrumpfte Rücklagen.

Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, rechnet im nächsten Jahr mit steigenden Krankenkassenbeiträgen. Baas sagte im ARD-„Bericht aus Berlin“: „Realistisch müssen wir schon im nächsten Jahr leider mit der Beitragssatzerhöhung rechnen im Durchschnitt.“

Zum einen habe Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ihr geplantes Sparpaket nicht durchbekommen. Zum anderen habe sie übersehen, dass die Kassen Rücklagen auffüllen müssten. „Also wir werden im nächsten Jahr schon Beitragsatzerhöhungen sehen, und es wird im übernächsten Jahr noch schlimmer weitergehen.“

Um den Druck für Beitragsanhebungen zum 1. Januar zu mindern, hatte Warken ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro mit Ausgabenbremsen vor allem bei den Kliniken vorgesehen. Infolgedessen bezifferte das Gesundheitsministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag für 2026 auf dem aktuellen Niveau von 2,9 Prozent. Der Bundesrat stoppte das vom Bundestag beschlossene Gesetz aber vorerst und schickte es in den Vermittlungsausschuss.

Der Zusatzbeitrag ist ein individueller Aufschlag, den Krankenkassen erheben dürfen, um ihre Leistungen zu finanzieren, zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent. Baas prognostizierte nun einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von etwas über drei Prozent zum Jahresanfang. Man werde im Laufe des Jahres die eine oder andere Krankenkasse sehen, die auch wieder unterjährig werde erhöhen müssen.

Er machte deutlich: Selbst wenn im Vermittlungsausschuss ein Kompromiss gefunden würde, dürfte das zu spät kommen, um noch bei den Beitragsberechnungen für 2026 berücksichtigt werden zu können.

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