Arbeitsunfähigkeit:Wie Krankenkassen Patienten unter Druck setzen

Krank daheim

Mit Sprüchen wie "Stellen Sie sich nicht so an" werde kranken Menschen ein schlechtes Gewissen gemacht, sagt Thorben Krumwiede von der Unabhängigen Patientenberatung.

(Foto: Maskot/mauritius images)

Kassen stellen Patienten, die Krankengeld beziehen, oft unangenehme Fragen. Manche wollen sie sogar zurück in die Arbeit oder in die Frührente drängen. Doch Betroffene können sich wehren.

Von Benjamin Emonts

Die Versicherungen stellen Fragen, unangenehme Fragen. Eine Beschwerde darüber liegt der Verbraucherzentrale Hamburg vor. Wegen Depressionen bezog eine Frau monatelang Krankengeld, was ihrer Krankenkasse offenbar missfiel. Sie erhielt mehrere Anrufe, in denen sie Fragen beantworten sollte wie: Haben Sie inzwischen einen Psychiater? Bekommen Sie Medikamente? Wurde schon über Ihre Wiedereingliederung gesprochen? Verunsichert wandte sich die Frau an die Verbraucherzentrale. "Ich habe diese Anrufe als psychisch belastend empfunden und Druck auf mich gespürt, so schnell wie möglich wieder in die Arbeit zu gehen", beklagt sie sich dort. "Um mein Wohl geht es denen in keiner Weise."

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