MeinungWirtschaftskriseWut allein bringt keinen Aufschwung

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Kommentar von Claus Hulverscheidt

Lesezeit: 2 Min.

Werkshalle des Maschinenbauers Voith in Baden-Württemberg.
Werkshalle des Maschinenbauers Voith in Baden-Württemberg. Stefan Puchner/dpa

Viele Unternehmen beklagen, dass die Politik sich nicht zu Reformen aufrafft. Aber schimpfen allein hilft nicht. Zumal viele Manager Grund genug hätten, auch mit sich selbst kritisch ins Gericht zu gehen.

Wenn ein Mann wie Peter Leibinger der Bundesrepublik die „schwerste Wirtschaftskrise seit ihrer Gründung“ attestiert und gar das Gesellschaftssystem in Gefahr sieht, dann müssten in Berlin eigentlich alle Alarmglocken schrillen. Zwar ist Leibinger als Präsident des Industrieverbands BDI gewissermaßen qua Amt zum Klagen verpflichtet. Er ist aber keiner dieser krachledernen Verbandsfunktionäre alter Schule, sondern eigentlich ein leiser, nachdenklicher Zeitgenosse. Wenn also einer wie er meint, zu Superlativen und Unkenrufen greifen zu müssen, um aufzurütteln, dann muss es um die Wirtschaftslage des Landes noch schlechter bestellt sein als ohnehin befürchtet.

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BDI-Chef Peter Leibinger
:„Die Stimmung ist extrem negativ, teils regelrecht aggressiv“

Wenn Peter Leibinger von „der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik“ spricht, müssen alle Alarmglocken schrillen, denn der BDI-Chef ist eigentlich ein Mann der leisen Töne. Eine klare Absage erteilt er jeder Annäherung an die AfD.

SZ PlusInterview von Claus Hulverscheidt und Michael Radunski

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