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Konjunktur:Institute polieren deutsche Wachstumsprognose auf

Deutschland geht es erstaunlich gut: Ökonomen rechnen mit einem deutlich höheren Wachstum. Wenn die Vorhersagen zutreffen, erreicht das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr das Niveau von vor der Wirtschaftskrise. Im kommenden Jahr sieht es indes wieder anders aus.

Die führenden Forschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland deutlich angehoben. Die Ökonomen erwarten in diesem Jahr eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,8 Prozent. 2012 werde sich der Aufschwung wieder etwas abschwächen, heißt es in dem Frühjahrsgutachten.

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Die deutsche Wirtschaft wächst stärker als erwartet.

(Foto: dapd)

Die letzte Schätzung der Institute stammt vom Oktober 2010: Damals hatten sie noch 2,0 Prozent erwartet. Im nächsten Jahr werde der Zuwachs dann auf 2,0 Prozent zurückgehen. Wenn die Vorhersagen der Forscher zutreffen, erreicht das deutsche Bruttoinlandsprodukt bereits dieses Jahr das Niveau von vor der Wirtschaftskrise - ein bis zwei Jahre früher als erwartet.

"Die Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich angesichts des kräftigen Aufschwungs weiter verbessern", hieß es in dem Gutachten. Die durchschnittliche Arbeitslosenzahl dürfte dieses Jahr um rund 350.000 auf knapp 2,89 Millionen im Jahresdurchschnitt sinken. Im kommenden Jahr werde sie dann auf 2,71 Millionen abnehmen. Das entspricht einem Rückgang der Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent 2010 auf letztlich dann 6,5 Prozent 2012.

Zugleich wird die Beschäftigung in Deutschland weiter zunehmen - wenn auch mit geringerem Tempo. Für das laufende Jahr rechnen die Institute mit einem Plus von 430.000 Erwerbstätigen, im nächsten Jahr mit einem Anstieg um 275.000.

Allerdings drohen nach Angaben der Experten zunehmende Gefahren für die Preisstabilität angesichts von Kostenanstiegen, etwa im Rohstoffbereich. Per Saldo werde die Inflationsrate in diesem Jahr auf 2,4 Prozent im Jahresdurchschnitt steigen, dann aber 2012 wieder auf 2,0 Prozent sinken.

Die Lage der öffentlichen Haushalte dürfte sich angesichts des starken Wachstums verbessern. Im laufenden Jahr rechnen die Institute mit einer Defizitquote von 1,7 Prozent, im nächsten Jahr von 0,9 Prozent. Allerdings ist die Prognose den Instituten zufolge mit "beachtlichen Risiken" belastet. Dazu zählen die Entwicklung der Rohstoffpreise sowie die Unsicherheit über die Auswirkungen der Japan-Katastrophen und der Turbulenzen in Nordafrika.