MeinungVerkehrZu laut, zu dreckig, zu teuer – die Städter wenden sich vom Auto ab

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Kommentar von Stephan Radomsky

Lesezeit: 2 Min.

Der ganz normale Wahnsinn zum Feierabend: Insgesamt 57 Stunden stand der durchschnittliche Autofahrer in München vergangenes Jahr im Stau, so wie hier auf dem Mittleren Ring.
Der ganz normale Wahnsinn zum Feierabend: Insgesamt 57 Stunden stand der durchschnittliche Autofahrer in München vergangenes Jahr im Stau, so wie hier auf dem Mittleren Ring. Matthias Balk/dpa

Wer Politik fürs Auto machen will, gewinnt zumindest in den Großstädten keine Wahlen mehr, so scheint es. Die Menschen wollen Radwege, Bahnen und Busse. Das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern ist zutiefst pragmatisch.

Paris und München – am selben Tag haben sich gleich zwei der wichtigen Metropolen in Europa entschieden: für einen jeweils neuen Bürgermeister. Und damit gegen das Auto. Denn wie der Verkehr in den beiden Millionenstädten künftig fließen soll, war eines der zentralen Themen, die an der Seine wie an der Isar zur Wahl standen. Und mit den Neuen in den Rathäusern ist deutlich geworden: Es soll sich etwas ändern. Das Auto als zentrales Fortbewegungsmittel, das immer mehr Raum beansprucht, wird nicht mehr akzeptiert. Wer Politik fürs Auto macht, für immer breitere Verkehrsschneisen und immer neue Parkplätze, wird nicht mehr gewählt.

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