Germanium im Glasfaserkabel

Für den Ausbau des Glasfasernetzes werden nach Angaben der Industrie große Mengen an Germanium benötigt. Schätzungen gehen davon aus, dass der Bedarf bis 2030 auf rund 480 Tonnen pro Jahr steigen wird, das entspricht 244 Prozent der heutigen Produktion. Wie der wachsende Bedarf gedeckt werden kann, ist derzeit allerdings unklar. Die Europäische Kommission zählt Germanium zu den besonders kritischen seltenen Metallen. Bisher sind Glasfasernetze in den meisten Fällen nicht direkt bis in die Häuser, zu den Privatkunden und Firmen verlegt. Sie bilden jedoch das Rückgrat der Kommunikationsnetze, deren "letzte Meile" dann häufig Kupfer-Doppeladern oder Koaxialkabel sind. Diese sollen jedoch nach und nach durch Glasfaserkabel ersetzt werden.

Bild: obs/Vodafone D2 GmbH 7. November 2010, 12:382010-11-07 12:38:43 © SZ vom 06.11.2010/aum