Die Erleichterung über den Klimavertrag von Paris war kaum in Worte zu fassen. Jahrelang hatten die Staaten über ein Abkommen verhandelt, das alle Länder zum Klimaschutz verpflichtet. Als es im Dezember 2015 verabschiedet wurde, war der Jubel so groß, dass seine Schwächen darin untergingen. Etwa, dass der Vertrag zwar Ziele für den Klimaschutz aufstellte, die Wege dorthin aber nur grob umschrieb. Dass er auf freiwilligen Anstrengungen der Staaten beruhte, aber offenließ, wie sie den Erfolg dieser Anstrengungen messen und dokumentieren würden. Es ließ sich nicht alles auf einmal regeln, aber an gutem Willen mangelte es ja nicht. Damals.
Erderwärmung:Solidarität scheint wertlos geworden zu sein
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Ein Plastiksammler im Slum Dandora in Kenias Hauptstadt Nairobi. Die Umweltverschmutzung durch die Überreste von Konsumgütern ist nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent eine der großen Herausforderungen.
(Foto: AP)Auf Verantwortung und wissenschaftliche Erkenntnis gibt manch ein Staats- oder Regierungschef schon länger nichts mehr. Bei der Klimakonferenz in Kattowitz muss Europa sich neue Verbündete suchen.
Kommentar von Michael Bauchmüller
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