Künstliche IntelligenzVerzögerung wegen Sicherheitsbedenken: Open AI veröffentlicht neue KI-Version

Das Icon der KI-Anwendung Chat-GPT von  OpenAI.
Das Icon der KI-Anwendung Chat-GPT von  OpenAI. Kiichiro Sato/AP Photo

Open AI besteht die Sicherheitsüberprüfung für sein neuestes KI-Modell. Die US-Regierung fürchtet eine militärische Nutzung von China und Russland.

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Open AI hat von der US-Regierung die Freigabe für die Veröffentlichung der neuesten KI-Modelle erhalten. Die drei Varianten von GPT-5.6 würden am Donnerstag freigeschaltet, teilte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit) in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst ⁠X mit. „Sol“ sei die leistungsstärkste Version der neuen KI und „Luna“ die preisgünstigste Option. Dazwischen rangiere „Terra“. Das Nachrichtenportal Axios hatte zuerst über die ‌Pläne berichtet.

Open AI musste die Veröffentlichung ‌von GPT-5.6 auf Anordnung des US-Handelsministeriums verschieben. Stattdessen erhielten ausgewählte Tester Zugriff auf die KI, um mögliche Sicherheitsrisiken zu bewerten. Die USA befürchten, dass die Technologie von Staaten wie China oder Russland für militärische oder geheimdienstliche Zwecke missbraucht werden kann.

Genau wie die Modelle „Fable 5“ und „Mythos 5“ des KI-Rivalen Anthropic soll auch GPT-5.6 besonders gut darin sein, Software-Schwachstellen zu finden – was Hacker für Angriffe nutzen könnten. Auch die deutsche Finanzaufsicht warnte schon vor der erhöhten Gefahr von Cyberangriffen mithilfe von KI. Open AI hat nach eigenen Angaben aber Schutzmaßnahmen gegen Missbrauch getroffen.

Anthropics Modell „Fable 5“ ist seit Juli verfügbar, auf „Mythos 5“ können bislang nur ausgewählte Organisationen zugreifen. Behörden, kritische Branchen und der Finanzsektor sollen Gelegenheit erhalten, ihre Systeme auf Schwachstellen zu ‌prüfen. Zeitweise schaltete Anthropic die neuen KI-Modelle dann sogar komplett ab, nachdem die US-Regierung ausländischen Nutzern den Zugriff verboten hatte. Inzwischen wurden diese Beschränkungen wieder aufgehoben.

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