Die Internationale Energieagentur (IEA) hat bereits in der vergangenen Woche eindringlich gewarnt: Die Vorräte an Kerosin in Europa reichten vielleicht noch für etwa sechs Wochen, sagte Fatih Birol, der Chef der Behörde. Die Lufthansa gibt bekannt, dass nach dem Aus für Cityline bis Oktober 20 000 Kurzstreckenflüge gestrichen würden, womit 40 000 Tonnen Kerosin eingespart werden könnten. Gleichzeitig teilt die EU-Kommission mit, es gebe bisher keine Hinweise auf Treibstoffmangel. Für die kommenden Wochen und Monate seien „keine weitreichenden Ausfälle“ zu erwarten, sagte EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas am Dienstag. Zwar hätten manche Unternehmen bereits Flüge gestrichen, aber nicht aus Mangel an Kerosin, sondern weil sie wegen der hohen Treibstoffpreise unrentabel würden. Europa verfüge auch über Notreserven an Kerosin, die im absoluten Bedarfsfall freigegeben würden, sagte Tzitzikostas.
LuftfahrtWenn Kerosin plötzlich knapp wird
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Die Warnungen vor einem Engpass bei Kerosin werden lauter. Die Bundesregierung wiegelt ab. Doch viele sind in Sorge, Lufthansa streicht bereits Flüge. Klar ist jetzt schon, dass Tickets bald teurer werden dürften.
Von Caspar Busse
