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Kaufhof:Abbau bei Logistik

Bei der Warenhauskette Kaufhof droht der Gewerkschaft Verdi zufolge ein massiver Stellenabbau in der Logistik. Nach der Übernahme durch den österreichischen Investor René Benko könnten mehr als 1100 der 1600 Beschäftigten ihre Arbeitsplätze verlieren, sagte der Verdi-Fachgruppenleiter Orhan Akman. Allen großen Lagerstandorten bis auf Köln-Porz drohe die Schließung. Das Unternehmen erklärte, Karstadt und Kaufhof versuchten, auch Kunden außerhalb des Konzerns für die Logistik zu gewinnen. Dadurch solle ein Abbau von Stellen reduziert werden. Benko hatte sich 2018 die Mehrheit an der Warenhaus-Gruppe gesichert, bis zum Herbst will er die restlichen Anteile vom Co-Eigner HBC übernehmen. Benko hatte einen neuen Chef eingesetzt, der im Januar die Streichung von rund 2600 Vollzeitstellen bei Kaufhof ankündigte - ebenso wie den Abschied aus der Tarifbindung. Da es in den Kaufhof-Warenhäusern viele Teilzeitkräfte gibt, liegt die Gesamtzahl der bedrohten Arbeitsplätze deutlich höher.

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