ArbeitsrechtKatholische Unternehmer: Elf Stunden Pause nicht mehr zeitgemäß

Sollte die vorgeschriebene Ruhepause von elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen abgeschafft werden?
Sollte die vorgeschriebene Ruhepause von elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen abgeschafft werden? (Foto: Christin Klose/dpa)
  • Der Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer fordert flexible Arbeitszeitmodelle statt der vorgeschriebenen elfstündigen Ruhepause zwischen Arbeitstagen.
  • Als Alternativen schlägt er Lebensarbeitszeitkonten und Vertrauensarbeitszeit vor, um älteren Menschen längeres Arbeiten zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
  • Eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit lehnt er ab, da dies angesichts des internationalen Wettbewerbs die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand Deutschlands gefährden würde.
Von der Redaktion überprüft

Dieser Text wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.

Fanden Sie diese Zusammenfassung hilfreich?
Mehr Feedback geben

Der Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer hält die gesetzliche Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen für nicht mehr zeitgemäß. Er fordert stattdessen flexible Arbeitszeitmodelle.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Bundes Katholischer Unternehmer, Martin Nebeling, ist eine vorgeschriebene Ruhepause von elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen nicht mehr zeitgemäß. Das sagte er der in Würzburg erscheinenden katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ (Donnerstagsausgabe). Stattdessen brauche es flexible Modelle. Nebeling schlug dafür Lebensarbeitszeitkonten, Vertrauensarbeitszeit und ähnliche Ansätze vor. Ein Lebensarbeitszeitkonto ist ein Arbeitszeitmodell, mit dem Beschäftigte Arbeitszeit oder Gehalt ansparen und dies später für Freistellungen nutzen können.

Flexible Arbeitszeiten könnten älteren Menschen helfen, länger im Beruf zu bleiben und zudem die Wettbewerbsfähigkeit des Arbeitsmarkts erhöhen, führte Nebeling aus. Es dürfe keine generelle Verkürzung der Arbeitszeit geben. Das könne sich Deutschland angesichts des Wettbewerbs auf dem Weltmarkt nicht leisten. Die internationalen Konkurrenten hätten oft niedrigere Produktionskosten und eine hohe Arbeitsbereitschaft. „Kürzere Arbeitszeiten würden daher unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter schwächen und den Wohlstand gefährden, gerade in Branchen, in denen wir technologisch nicht mehr führend sind“, sagte Nebeling.

© SZ/KIR - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Gutscheine: