Kartell-Vorwürfe gegen VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW:Ungeheurer Verdacht gegen deutsche Autokonzerne

  • Die fünf großen deutschen Autohersteller VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler sollen sich einem Bericht zufolge seit den Neunzigerjahren illegal abgesprochen haben.
  • Auch bei den Diesel-Abgasmanipulationen soll es geheime Vereinbarungen gegeben haben.
  • Falls die Vorwürfe zutreffen, könnten auf die Autokonzerne hohe Kartellstrafen sowie Schadenersatzforderungen zukommen.

Von Caspar Busse, Thomas Fromm, Stefan Mayr, Hans Leyendecker und Klaus Ott

Die Stuttgarter Staatsanwältin Sibylle Gottschalch gilt als erfahren, furchtlos und selbstbewusst. Seit einiger Zeit treibt die 41-jährige Strafverfolgerin gemeinsam mit Kollegen das Diesel-Verfahren von Daimler voran. Aber selbst hartgesottene Ermittler können sich nicht alles vorstellen. Als die Strafverfolgerin in einem vertraulichen Papier der Frage nachging, warum der Autokonzern nur kleine, platzsparende und somit günstige Tanks für das Harnstoffgemisch AdBlue eingebaut hatte, das giftige Stickoxide neutralisieren soll, kam sie auf die Idee mit der Konkurrenz. Die Daimler-Manager hätten sich dadurch offenbar einen "Wettbewerbsvorteil für die Daimler AG" erhofft, schreibt Gottschalch.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Aussteiger
Einmal Erleuchtung und zurück
Historisches Strafverfahren
Trump geht zum Gegenangriff über
Münchner Kammerspiele
"Da geh ich nicht mehr hin"
Comedy-Krieg zwischen ZDF und ARD
Eine brillante Parodie
Kriminalität
Der Tinder-Schwindler von nebenan
Zur SZ-Startseite