Al Gore kommt richtig ins Schwitzen. Je länger der 76-Jährige spricht, desto lauter wird er, desto mehr glänzt seine Stirn. „Wie lange wird es dauern, bis wir aufwachen und merken, dass wir das in den Griff bekommen müssen?“, ruft der Ex-Vizepräsident der USA und oberste inoffizielle Klimaschützer des Landes seinen Zuschauern in Davos zu, während auf dem riesigen Bildschirm hinter ihm die Feuer in Los Angeles flackern und Autos in Valencia in der Flut versinken.
DavosDer einsame Kampf gegen den Klimawandel
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Auf dem Weltwirtschaftsforum treten Al Gore und andere Klimastars auf. Allerdings vor weitgehend leeren Rängen, weil alle lieber über Trump reden. Davos-Teilnehmern bleibt nur die Hoffnung, dass der freie Markt es schon irgendwie richten wird.
Von Kathrin Werner, Davos