FinanzkriminalitätDreckiges Geld gefährdet die Demokratie

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imago images; Bearbeitung: SZ

Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung Geldwäsche eindämmen. Doch das kann nur der Anfang sein. Was wirklich hilft, um den Kampf gegen die Unterwelt zu gewinnen.

Von Meike Schreiber und Markus Zydra, Frankfurt

Es klingt immer ein wenig verniedlichend, wenn vom Kampf gegen Geldwäsche gesprochen wird. Das liegt am Begriff selbst, denn sowohl das Wort Geld, als auch das Wort Wäsche ist positiv konnotiert. Man vergisst daher leicht, mit welchen Geschäften dieses Geld erwirtschaftet wird: Mord, Drogenhandel, Prostitution, Entsorgung von Giftmüll. Die Unterwelt untergräbt mit ihrem dreckigen Geld zudem den Rechtsstaat und die Wirtschaft. Die italienische Mafia kauft Firmen und unterbietet bei öffentlichen Bauprojekten rechtschaffene Anbieter. Den Kriminellen geht es nicht um Gewinn, sondern darum, das inkriminierte Geld in den Wirtschaftskreislauf zu schleusen. Die Banden kaufen auch Immobilien und verteuern damit die Preise für alle Hauskäufer. Sie schmieren zuweilen auch Politiker und Behörden, damit man ihnen freie Hand lässt. Auch Geheimdienste aus autokratischen Staaten wie Russland, so berichtet der Verfassungsschutz, nutzen dunkle Finanzkanäle, um Europas Demokratien zu unterwandern.

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