JP Morgan:Bank kauft bei Volkswagen ein

Die US-Bank JP Morgan übernimmt im Zuge einer Partnerschaft eine knapp 75-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der VW-Tochter Volkswagen Payments. Die Bank wolle in das Zahlungsgeschäft investieren, es weiterentwickeln und das System für direktes Bezahlen von Autos aus auf andere Branchen ausweiten, teilte JP Morgan mit. VW Financial Services behält demnach 25,1 Prozent an dem Tochterunternehmen aus Luxemburg mit insgesamt 35 Mitarbeitern. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, die Übernahme soll, nach Zustimmung der Aufsichtsbehörden, in der ersten Jahreshälfte 2022 abgeschlossen werden.

Seinen Sitz soll das 2017 gegründete Unternehmen demnach weiterhin in Luxemburg haben. Auch werde die Firma weiterhin Dienste im Bereich des digitalen Zahlungsverkehrs für den Konzern anbieten, sagte Mario Daberkow, IT-Chef von Volkswagen Financial Services. JP Morgan kündigte zugleich an, die Dienste auch anderen Herstellern anbieten zu wollen.

Mit dem Zahlungsservice können Autofahrer beispielsweise das Tanken von Kraftstoff oder Strom digital direkt vom Wagen aus bezahlen oder es können zusätzliche Funktionen oder Unterhaltungsangebote wie Spiele oder Filme für das Fahrzeug gekauft werden. Den weltweiten Markt für solche Zahlungen in direktem Zusammenhang mit Fahrzeugen schätzen Marktbeobachter in diesem Jahr auf bis zu 4,2 Milliarden Dollar - und er soll den Vorhersagen zufolge stark wachsen: Jährlich könnte das Plus demnach bei 16 Prozent liegen, bis zum Jahr 2028 lägen die Umsätze aus dem Auto dann bei gut zwölf Milliarden Dollar.

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