Joint Venture mit Rosneft US-Regierung gewährt Exxon keine Ausnahme von Russland-Sanktionen

ExxonMobil versucht offenbar immer wieder, eine Ausnahme von den Russland-Sanktionen zu erhalten. Bislang ohne Erfolg.

(Foto: AP)

Der größte US-Ölkonzern hatte eine Sondergenehmigung beantragt, um gemeinsam mit dem russischen Staatskonzern Rosneft nach Öl zu bohren.

Der größte US-Ölkonzern ExxonMobil kann nach Aussage von Finanzminister Steven Mnuchin nicht auf Ausnahmen von den US-Sanktionen gegen Russland hoffen. In Absprache mit Präsident Donald Trump werde sein Ministerium am Verbot der Bohrungen festhalten, erklärte Mnuchin. Dies betreffe neben auch Exxon auch andere Firmen.

Der Ölkonzern selbst kommentierte die Entscheidung zunächst nicht. Das Wall Street Journal hatte diese Woche von dem Antrag Exxons auf berichtet. Auch diesen Bericht hatte das Unternehmen nicht kommentiert.

Exxon betreibt in Russland mit dem Staatskonzern Rosneft ein Joint Venture zur Ausbeutung der Energievorkommen etwa in der Arktis oder vor der russischen Küste im Schwarzen Meer. Diese Projekte musste das Unternehmen aber herunterfahren, weil die USA wegen der Annexion der Krim Strafmaßnahmen gegen Russland erließen.

Wie die Agentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider berichtet, soll Exxon erstmals 2015 um Ausnahmen für die Bohrungen gebeten haben. Seitdem versuche der Konsern alle paar Monate, doch noch eine Sondergenehmigung zu erhalten.

Trumps Außenminister Rex Tillerson war vor seinem Amtsantritt Exxon-Chef. Würde der Konzern eine Ausnahmegenehmigung erhalten, würde dies sicherlich Fragen zur Unabhängigkeit der Trump-Regierung aufwerfen. Zumal derzeit auch Russland-Kontakte von Wahlkampfhelfern des US-Präsidenten untersucht werden.

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Der US-Ölkonzern hat offenbar Ausnahmen beantragt, um gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Rosneft nach Rohstoffen zu bohren. Das weckt neue Zweifel an der Unabhängigkeit der Trump-Regierung.