Inflation:Der ewige Konflikt zwischen Bundesbank und EZB

FILE PHOTO: International Monetary Fund (IMF) Managing Director Lagarde listens to German Bundesbank President Weidmann as they pose for a family picture in Palace Chapel during the G7 finance ministers and central bankers meeting in Dresden

Ihr persönliches Verhältnis gilt als entspannt, aber geldpolitisch sieht es anders aus: EZB-Präsidentin Lagarde und Bundesbanker Weidmann bei einem Gipfeltreffen in Dresden.

(Foto: Fabrizio Bensch/Reuters)

Mit dem erfolgreichen Kampf gegen die Inflation hat die Bundesbank ihren Mythos begründet. Diese Kernkompetenz wollte Jens Weidmann einbringen. Doch die EZB tickt anders.

Von Markus Zydra, Frankfurt

Das "Au Revoir" an Jens Weidmann lässt an Formvollendung nichts zu wünschen übrig. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprach dem bald scheidenden Bundesbankpräsidenten ihren "Respekt" aus. Im selben Atemzug äußerte sie "Bedauern" über dessen Rücktrittsentscheidung und schloss mit der jovialen Bewertung, dass Jens "ein guter persönlicher Freund" sei. Diese Würdigung publizierte Lagarde schon sehr bald nach der überraschenden Mitteilung Weidmanns auf ihrem Twitter-Konto, zunächst in Englisch, später auch auf Deutsch. Die Französin gilt als begnadete Kommunikatorin, die den Menschen, mit denen sie arbeitet, stets ein gutes Gefühl gibt. Das sagen fast alle, die mit ihr zu tun hatten. Auch Weidmann konnte mit ihr konstruktiv zusammenarbeiten. Doch das entspannte persönliche Verhältnis reichte nicht aus, um den Deutschen bei der Stange zu halten: Weidmann hat den Glauben daran verloren, die künftige Geldpolitik der EZB noch entscheidend mitprägen zu können.

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