Japans Staat hat eigentlich kein Geld, aber jetzt sieht es wieder so aus, als sei das egal. Die Sitzungsperiode des Nationalparlaments in Tokio endet an diesem Mittwoch, und die Regierung der rechtskonservativen Premierministerin Sanae Takaichi hat ihr enormes Zusatzbudget von 18,7 Billionen Yen (102,5 Milliarden Euro) für das laufende Steuerjahr im Parlament wie geplant durch Unter- und Oberhaus durchgebracht. Die Regierungskoalition aus Takaichis LDP und der rechten Nippon Ishin no Kai bekam dafür Unterstützung von der Opposition. Die Demokratische Partei für die Menschen (DPP), die ebenfalls ein eher rechtes Weltbild vertritt, und der frühere LDP-Koalitionspartner Komeito stimmten unter anderen für das neue Konjunkturprogramm.
TokioWieso Japans Schulden immer weiter steigen
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Mit ihrem riesigen Zusatzetat erweckt Premierministerin Sanae Takaichi den Eindruck, als sei es gar kein Problem, dass Japan die höchste Staatsverschuldung der Welt hat. Aber so einfach ist das nicht.
Von Thomas Hahn, Tokio

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