IWF-Chefin Christine Lagarde "Endlich haben wir diese Debatte, endlich!"

Christine Lagarde, Managing Director of the International Monetary Fund

Christine Lagarde ist seit 2011 die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds.

(Foto: Stephen Voss/Redux/laif)

IWF-Chefin Christine Lagarde erklärt, warum die Gespräche zu "Me Too" dringend notwendig sind, wie ihre Organisation das Problem behandelt und warum Frauen in schweren Zeiten gebraucht werden.

Von Cerstin Gammelin

Eine Krise? In Deutschland? Christine Lagarde lächelt amüsiert. Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds nimmt die Koalitionswirren gelassen - und verschiebt flexibel das SZ-Gespräch, bis sich die Parteien in Berlin geeinigt haben. Dann empfängt sie auf neutralem Boden - in der Bibliothek des feinen Baseler Hotels Les Trois Rois.

SZ: Frau Lagarde, die Koalitionsverhandlungen haben dazu geführt, dass bald zwei Frauen die größten deutschen Parteien führen könnten. Zufall?

Christine Lagarde: Sicher nicht. Es war schon immer meine Überzeugung, dass Frauen ...