Alfred Kammer hat eine Eigenschaft, um die ihn viele Menschen wohl beneiden werden: Der Chef der Europa-Abteilung des Internationalen Währungsfonds (IWF) kann die gewaltigen wirtschaftlichen Probleme der Welt exakt beschreiben, ohne dabei seine gute Laune und seinen Optimismus zu verlieren. Vielleicht liegt es am Ausblick aus seinem Bürofenster im elften Stock des IWF-Gebäudes in Washington, von wo aus der gebürtige Deutsche und langjährige Wahl-Amerikaner einen schönen Blick auf die US-Hauptstadt hat. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass nur 700 Meter Luftlinie von Kammers Schreibtisch entfernt jemand im wohl berühmtesten Büro der Welt sitzt, der die Welt gerne mit ein, zwei kurzen Sätzen ins Chaos stürzt: Donald Trump.
IWF„Ich verstehe diese schlechte Stimmung nicht“
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IWF-Europa-Chef Alfred Kammer hält die wirtschaftliche Lage in Deutschland für viel besser als noch vor einem Jahr, fordert von der Bundesregierung aber weitere Reformen.
Interview: Claus Hulverscheidt
