Italien:Europäer, schaut Meloni auf die Finger!

Lesezeit: 2 min

Kaum war sie im Amt, wurde Giorgia Meloni sehr gemäßigt und kooperativ. Jetzt schaltet sie in der EU wieder auf Konfrontation. (Foto: Kenzo Tribouillard/AFP)

Die Regierung in Rom hat die Kontrolle über ihre Staatsfinanzen verloren - und interessiert sich wenig für die EU-Schuldenregeln. Es gibt keinen Grund mehr, die Politik von Giorgia Meloni zu beschönigen.

Kommentar von Ulrike Sauer, Rom

Die alte Giorgia Meloni ist zurück. Pünktlich zum Beginn der Kampagne für die Europawahlen im Juni lächelt sie von den Plakaten am Straßenrand und geht als resolute Europa-Gegnerin auf Stimmenfang. Die Auftaktveranstaltung an diesem Wochenende in Pescara stellte sie unter das forsche Motto "Italien verändert Europa". Im italienischen Wahlkampf vor knapp zwei Jahren hatte die Rechtspopulistin noch gedroht: "Für Europa ist der Spaß jetzt vorbei." Einmal im Regierungsamt mäßigte Meloni ihren Ton und gab sich in Brüssel unerwartet kooperativ. Die erleichterten EU-Partner pflegten fortan einen betont toleranten Umgang mit ihr.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusSigna-Pleite
:Wo René Benko sein Geld versteckt hat

Wie viel Geld hat der österreichische Pleitier eigentlich noch? Es steckt in vier Stiftungen, zwei davon in Liechtenstein, die kaum zu knacken sind. Doch sogar in Vaduz wird ermittelt.

Von Michael Kläsgen und Uwe Ritzer

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: