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IT-Störung:Erneute Panne bei der Commerzbank

Commerzbank

Auch in den Filialen der Commerzbank gab es wegen der Störung der IT am Freitag stundenlang Probleme.

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Die Kunden hatten das zweite Mal innerhalb eines Monats Ärger mit ihrer Bank.

Viele Commerzbank-Kunden dürften am Freitag ein böses Déjà-vu gehabt haben. In den frühen Morgenstunden und bis zum Nachmittag konnten sie nicht auf ihr Online-Banking zugreifen, weder über einen Laptop, noch über ihr Smartphone. Stattdessen poppte eine Meldung auf, die besagte, es würde ein Fehler vorliegen. Außerdem konnten einige Kunden kein Geld abheben - weder an einem Automaten, noch bei der Bank selbst. Und auch wer versuchte, in Geschäften zu zahlen, kam teilweise in die Bredouille: Einige Karten wurden dort am Freitagmorgen nicht akzeptiert. Erst am Nachmittag lief wieder alles rund.

Die ersten Meldungen zur Störung tauchten am frühen Freitagmorgen auf, im Laufe des Vormittags kamen immer mehr dazu. Das Portal Finanz-Szene hatte zuerst darüber berichtet. Bis gegen halb zehn gab es fast 2000 Commerzbank-Kunden, die eine Störung gemeldet hatten. Die meisten von ihnen gaben Probleme beim Online-Banking als Grund an, von den Schwierigkeiten bei Kartenzahlungen ist nur ein Teil der Kunden betroffen.

Auf Facebook und Twitter beschwerten sich zudem Dutzende Kunden, sie seien zahlungstechnisch komplett abgeschnitten. Nach längerem Schweigen teilte die Commerzbank um kurz vor zehn Uhr auf Facebook mit, dass es aufgrund einer IT-Panne zu "Konsequenzen" kommen würde, die unter anderem das Online-Banking und die Kartenzahlungen betreffen würden. "An der Lösung wird mit Hochdruck gearbeitet", hieß es bis kurz vor 14 Uhr. Erst dann war die Panne behoben.

Für viele Kunden kam das zu spät. Immerhin konnten einige am Morgen an Bahnhöfen, Flughäfen, beim Einkauf oder auch beim Tanken nicht bezahlen. Auf Facebook und diversen anderen Online-Portalen machten sie ihrem Ärger Luft, nannten die Commerzbank "unfähig" und gaben an, die Bank wechseln zu wollen, "wenn das so weitergehe".

Tatsächlich ist es bereits die zweite Störung bei der Commerzbank innerhalb weniger Wochen. Erst vor einem Monat hatte ein Großteil der Kunden Ärger mit dem Geldinstitut. Egal ob Daueraufträge, Lastschriften oder offene Rechnungen: Bei vielen Kunden wurde damals alles abgeblockt. Firmen oder Privatpersonen, die Commerzbank-Kunden etwa per Überweisung Geld schicken wollten, sahen in vielen Fällen sogar eine Fehlermeldung, dass das entsprechende Konto nicht existiere. Im Nachgang mussten viele Überweisungen erneut vorgenommen werden, was für einige Kunden Mahngebühren nach sich zog, weil sie Rechnungen zu spät bezahlten. Andere mussten in ihren Firmen nachfragen, ob ihr Gehalt bereits überwiesen wurde. Die Commerzbank-Aktie reagierte nicht auffällig auf die Panne - sie legte um zwei Prozent zu.

© SZ vom 29.06.2019
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