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Nach Tötung Qassim Soleimanis:Öl- und Goldpreise steigen deutlich

Am Freitagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zwischenzeitlich bis zu 69,16 Dollar.

(Foto: dapd)
  • Der Ölpreis ist infolge des US-Luftangriffs, bei dem der iranische General Qassim Soleimani getötet wurde, um zwischenzeitlich 2,91 Dollar gestiegen.
  • Auch der Goldpreis zog deutlich an: Er erhöhte sich im Vergleich zum Vortag um fast 15 Dollar.

Die Ölpreise haben am Freitag mit deutlichen Aufschlägen auf die Tötung des Führers der iranischen Al-Quds-Brigaden, Qassim Soleimani, durch das US-Militär reagiert. Zwischenzeitlich kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 69,16 Dollar. Das waren 2,91 Dollar mehr als noch am Donnerstag. Auch der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg zwischenzeitlich um 2,66 Dollar auf 63,84 Dollar.

Der US-Ölpreis erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2019. Er übertrifft sogar der Höchststand vom vergangenen September, der nach einem schweren Angriff auf saudi-arabische Ölanlagen erreicht worden war.

Auslöser des ersten Preissprungs des Jahres war die Tötung des iranischen Generals Qassim Soleimani durch einen Luftangriff auf den Flughafen der irakischen Hauptstadt Bagdad. Die Bombardierung sei auf Anweisung von Präsident Donald Trump erfolgt, teilt das Pentagon mit. Der Oberste Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, kündigte umgehend Vergeltung an. Die ohnehin großen Spannungen zwischen den USA und Iran hatten sich in den vergangen Tagen nochmals verschärft, nachdem die US-Botschaft in Bagdad durch Demonstranten angegriffen worden war. Die USA weisen Iran die Schuld zu, die islamische Republik weist dies von sich.

Goldpreis steigt um fast 15 Dollar

Auch der Goldpreis ist am Freitagmorgen infolge des Luftangriffs gestiegen. In der Spitze kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des Edelmetalls knapp 1544 US-Dollar. Das ist so viel wie seit vergangenem September nicht mehr. Der Goldpreis erhöhte sich damit zum Vortag um fast 15 Dollar.

Bereits in den vergangenen Tagen hatte das Krisenmetall Gold von den Spannungen zwischen den USA und Iran profitiert. Anleger tendieren dazu, ihr Geld in Zeiten großer Unsicherheit in vergleichsweise stabile Geldanlagen zu investieren.

© SZ.de/dpa/vit
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