iPhone X Apple steigert Gewinn um knapp 13 Prozent

Bares für Smartes: Das iPhone X ist das teuerste Modell in Apples Geschichte.

(Foto: AP)
  • Die Erlöse des Unternehmens stiegen zwischen Oktober und Dezember um 13 Prozent auf 88,3 Milliarden Dollar.
  • Der Gewinn stieg um etwa zwölf Prozent auf bisher nie erreichte 20,07 Milliarden Dollar.
  • Für das laufende zweite Geschäftsquartal stellt Apple einen Umsatz zwischen 60 und 62 Milliarden Dollar in Aussicht.

Das iPhone X verkauft sich gut, entgegen der Erwartungen. Seite Ende des vergangenen Jahres ist das Modell im Handel und seither sei es "jede Woche das meistverkaufte iPhone", sagt Apple-Chef Tim Cook bei der Vorlage der Konzernzahlen.

Es sei das erfolgreichste Quartal in Apples Geschichte. Demnach hat das Unternehmen seinen Gewinn steigern können. Im Vergleich zum Vorjahr stieg er um etwa 12 Prozent auf gut 20 Milliarden Dollar.

Tech-Industrie Trumps Steuerreform kann Politik erpressbar machen
Apple

Trumps Steuerreform kann Politik erpressbar machen

Kurz nachdem unternehmensfreundliche Gesetze des Präsidenten beschlossen sind, kündigt Apple plötzlich an, mehr Steuern und Investitionen in den USA halten.   Von Claus Hulverscheidt, New York, und Alexander Mühlauer, Brüssel

Gleichzeitig ging der Gesamtabsatz der iPhones um eine Million Geräte auf 77,3 Millionen zurück. Das könnte daran liegen, dass das neue iPhone X erst im November statt wie sonst üblich schon im September in den Handel kam.

Zu Beginn des Jahres hatte es zudem geheißen, dass vor allem das neue Luxusmodell, die Basisversion beginnt ab 1149 Euro, bei den Kunden nicht gut ankomme. Medienberichten zufolge habe Apple die Produktion des Smartphnes im ersten Quartal 2018 halbiert. Es ist das erste iPhone mit randlosem Display. Front- und Rückseite bestehen aus Glas, so kann es drahtlos geladen werden. Zudem gibt es eine Gesichtserkennung.

Über die genaue Anzahl der verkauften Geräte aufgeschlüsselt nach Serie gibt der Konzern keine Daten preis. Da der durchschnittliche Verkaufspreis der Apple-Telefone allerdings um 40 auf nun 796 Dollar gestiegen ist, lässt sich ableiten, dass das Jubiläumsmodell durchaus populär ist. Deshalb konnte Apple den Quartalsumsatz trotz des geringeren iPhone-Absatzes um 12,7 Prozent auf 88,3 Milliarden Dollar steigern, wie der Konzern nach US-Börsenschluss mitteilte. Den bisherigen Bestwert hatte Apple vor einem Jahr mit 78,35 Milliarden Dollar erreicht.

Weniger Computer, mehr Uhren

Der Konzern rechnet für das angebrochene Quartal mit Erlösen in einer Spanne zwischen 60 und 62 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 65 Milliarden gerechnet. Von Januar bis März 2017 hatte Apple einen Umsatz von knapp 53 Milliarden Dollar verbucht. Die Apple-Aktie gab im nachbörslichen Handel zeitweise um etwa ein Prozent nach.

Apple nannte ebenso Absatzzahlen für die Apple-Watch. Der Erlössprung von 36 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar in der Sparte "sonstige Produkte" dürfte aber vor allem auf die Uhr sowie die Beats-Kopfhörer zurückzuführen sein.

Der Absatz der Mac-Computer ging im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 5,1 Millionen Geräte zurück. Von den iPad-Tablets wurde Apple mit knapp 13,2 Millionen Geräten nur ein Prozent mehr los. Da aber offensichtlich das teurere iPad Pro populärer geworden ist, legte der Umsatz um sechs Prozent zu. Im Service-Geschäft mit dem Streaming-Dienst Apple Music oder dem Online-Speicher iCloud steigerte Apple den Umsatz um 18 Prozent auf rund 8,5 Milliarden Dollar.

Tech-Industrie Die Scham der Weltveränderer

Silicon Valley

Die Scham der Weltveränderer

Über dem Silicon Valley schwebte das Versprechen einer besseren Welt. Doch es kam anders. Viele der einstigen Pioniere schauen nicht mit Stolz auf ihre Erfindungen. Im Gegenteil: Sie leisten Abbitte.   Von Sacha Batthyany