TürkeiInflation in der Türkei geht zurück - auf 33,5 Prozent

Ein Mann zieht einen Trolley mit Waren im Geschäftsviertel Eminonu in Istanbul: Die Inflation ist sehr hoch.
Ein Mann zieht einen Trolley mit Waren im Geschäftsviertel Eminonu in Istanbul: Die Inflation ist sehr hoch. Khalil Hamra

Die rasant steigenden Preise sind ein Hauptproblem der türkischen Wirtschaft. Langfristig strebt die Notenbank eine Teuerung von fünf Prozent an.

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Die Inflation in der Türkei ist im Juli überraschend deutlich gesunken. Die Verbraucher mussten für Waren und Dienstleistungen 33,5 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit November 2021. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch bei gut 35 Prozent gelegen. Allein von Juni auf Juli zogen die Preise um 2,1 Prozent an. Experten hatten 2,4 Prozent erwartet.

Die türkische Zentralbank hat zuletzt eine vorübergehende Beschleunigung der Inflation wegen saisonaler Faktoren wie der Anhebung von Kraftstoff- und Tabaksteuern sowie höheren Erdgaspreisen vorausgesagt. Dennoch wurde der Leitzins Ende Juli von 46 auf 43 Prozent gesenkt und damit eine Lockerung ihrer Geldpolitik eingeleitet. Unabhängige Experten erwarten, dass die Inflation bis Jahresende weiter leicht zurückgeht, auf Werte knapp unter 30 Prozent. Die Zentralbank rechnet sogar mit einem Rückgang auf 24 Prozent.

In der Türkei gelten die rasant steigenden Preise als ein Hauptproblem der Wirtschaft. Die Notenbank, die mit hohen Zinsen versucht, die Inflation zu drücken, strebt eine Teuerung von fünf Prozent an. Analysten der US-Großbank Morgan Stanley gehen dennoch davon aus, dass die türkische Zentralbank ihren Leitzins in diesem Jahr noch dreimal senken wird. Er soll am Jahresende bei 36 Prozent liegen. Für Unternehmen wäre das eine gute Nachricht: Sie können sich dann deutlich günstiger Geld leihen.

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