StudieDie größte Angst der Deutschen ist die Inflation

Energie, Mieten, Lebensmittel: Vieles ist teurer geworden.
Energie, Mieten, Lebensmittel: Vieles ist teurer geworden.
Sebastian Kahnert/dpa

Wie geht es mit der deutschen Wirtschaft weiter? Die Umfrage einer Versicherung zeigt: Die Menschen machen sich wegen steigender Preise Sorgen und viele haben Vertrauen in die Zukunft verloren.

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Die Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten bleibt die größte Angst der Deutschen. Rund 59 Prozent der Menschen, so ergab jetzt eine Langzeitstudie, die der Versicherer R+V jedes Jahr veröffentlicht, fürchten sich vor einer dauerhaften finanziellen Überlastung. Es ist bereits das fünfte Mal hintereinander, dass die Sorge um die Inflation auf Platz eins steht.

Für die Studie, die es seit 1992 gibt, wurden diesmal etwa 2400 Personen befragt. Neben der Furcht vor Inflation ist auch die Sorge vor Steuererhöhungen oder Leistungskürzungen im Sozialstaat stark verbreitet, bei 53 Prozent der Befragten. 51 Prozent der Teilnehmenden fürchten, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland verschlechtert. 48 Prozent sagen, dass die Politik mit ihren Aufgaben überfordert ist, das ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte binnen eines Jahres.

Die Politikwissenschaftlerin Isabelle Borucki, die die Studienautoren berät, erklärte, der Blick der Menschen auf die Wirtschaftslage sei eine Art Frühwarnsystem. „Der Anstieg dieser Angst markiert einen kollektiven Vertrauensverlust in die wirtschaftliche Zukunft des Landes.“

Die Sorge, dass der Staat durch die Zahl der Geflüchteten überfordert wird, liegt mit 52 Prozent ebenfalls sehr hoch. Angst, dass es durch weiteren Zuzug von Einwanderern zu Spannungen kommt, artikulierten 47 Prozent der Befragten. Ebenfalls unter den größten Ängsten findet sich mit 50 Prozent die Befürchtung, dass Wohnraum unbezahlbar wird. Überraschend ist, dass die Angst vor dem Klimawandel trotz der vielen Hitzewellen leicht auf 30 Prozent sinkt. Die Furcht vor Naturkatastrophen fällt sogar um neun Prozentpunkte auf 27 Prozent.

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