Preise:Welche Inflationssorgen berechtigt sind - und welche nicht

Lesezeit: 6 min

Coronavirus - Supermarkt - FFP2-Masken

Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln ist 2020 spürbar gestiegen. Das hat etwa bei Milch, Käse und Gemüse zu teils deutlichen Preiserhöhungen geführt.

(Foto: dpa)

Manche Experten sagen für dieses Jahr einen kräftigen Inflationsschub voraus. Droht den Deutschen nach der Corona-Krise der nächste Schock?

Von Claus Hulverscheidt, Berlin, und Markus Zydra, Frankfurt

An reißerischen Vokabeln, so viel kann man schon einmal sagen, mangelt es der Debatte nicht. Vom "Angstszenario der Deutschen" ist die Rede, von einem "Monster", das naht, und manche fühlen gar an die finstere Zeit nach dem Ersten Weltkrieg erinnert, als die Preise derart in die Höhe schossen, dass sich die Menschen verraten und verkauft fühlten - von ihrer Währung wie von der Demokratie. Die Frage ist nur: Sind die Befürchtungen auch berechtigt? Droht Deutschland und der Welt nach Überwindung der Corona-Krise tatsächlich eine massive Teuerungswelle, eine Hyperinflation wie vor 100 Jahren gar? Oder ist das reine Angstmacherei? Die SZ beschreibt im Folgenden, was man zum Thema Inflation derzeit seriös sagen kann - und was nicht.

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