Infineon:Prognose angehoben

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"Die gelungene Neuausrichtung gibt uns die Möglichkeit, das gute wirtschaftliche Wetter zu nutzen." Nach einem starken ersten Geschäftsquartal hatte Bauer seine Prognose für das Geschäftsjahr 2010/2011 (Ende September) angehoben und rechnet nun mit einem Umsatzplus im mittleren 10-Prozent-Bereich.

Bestes Ergebnis seit zehn Jahren

Wie erwartet bleibt Bauer für fünf weitere Jahre an der Spitze des Chipherstellers. Der Aufsichtsrat verlängerte seinen Vertrag bis 2016 und erhöhte sein Jahresgehalt auf bis zu vier Millionen Euro. Der Manager ist seit Beginn an Bord, seit 2008 steht Bauer an der Spitze der Infineon Technologies AG.

Auch der Vertrag von Personalvorstand Reinhard Ploss wurde verlängert. Keinen Druck sieht der Vorstand bei der Suche nach Übernahmekandidaten. Man schaue sich den Markt genau an, sagte Bauer. Derzeit seien die Preise aber recht hoch. Infineon habe ausreichend Kapital und Zeit.

Sich selbst sieht Infineon derzeit nicht als Übernahmekandidat. Unter Bauers Führung hat der Konzern im Geschäftsjahr 2009/2010 das beste Ergebnis seit zehn Jahren eingefahren. Infineon hatte im vergangenen Jahr ohne das mittlerweile verkaufte Handychipgeschäft rund 3,3 Milliarden Euro umgesetzt. Die Sparte eingerechnet verdiente Infineon unter dem Strich rund 660 Millionen Euro, nachdem im Geschäftsjahr 2008/2009 noch ein Verlust von 674 Millionen Euro in den Büchern stand. Weltweit beschäftigt der Konzern knapp 27.000 Menschen.

Einigung mit Ex-Chef Ulrich Schumacher

Die Aktionäre wählten auf der Versammlung den früheren Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber in den Aufsichtsrat. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählte ihn der Aufsichtsrat einstimmig zu seinem neuen Vorsitzenden.

Er folgt damit auf Klaus Wucherer. Der bisherige Chefaufseher hatte sich 2010 erst in einer dramatischen Kampfabstimmung durchgesetzt und danach angekündigt, nur ein Jahr im Amt zu bleiben. "Ich hoffe, dass man nun zur Ruhe kommt", sagte Bergdolt.

Mayrhuber trat Vermutungen entgegen, er werde nach einer Übergangszeit Infineon wieder verlassen. Er habe vor, bis zum Ende der Wahlperiode an der Spitze des Aufsichtsrates zu bleiben. Abgesegnet hat die Hauptversammlung auch die Einigung mit Ex-Chef Ulrich Schumacher. Infineon hatte sich nach einem jahrelangen Streit im Dezember mit ihm auf einen Vergleich verständigt.

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