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Industrie - Werdohl:Vossloh auf Sparkurs: Rund 200 Jobs sollen gestrichen werden

Werdohl (dpa) - Einem Umbauprogramm im Verkehrstechnikkonzern Vossloh sollen knapp 200 Stellen zum Opfer fallen. Man wolle profitabler werden und die Verschuldung senken, teilte das Unternehmen am Dienstag in Werdohl mit. Das sind fünf Prozent der Belegschaft - im Jahr 2018 hatte Vossloh im Schnitt rund 3800 Mitarbeiter. Wo genau in dem Unternehmen die Jobs gestrichen werden, ist noch unklar. Zudem hieß es, es werde eine "konsequente Überprüfung unprofitabler Aktivitäten" durchgeführt und an anderen Stellen werde gespart, zum Beispiel bei Investitionen.

Im ersten Quartal lag der Umsatz den Angaben zufolge bei 190 Millionen Euro und damit 11,7 Millionen Euro höher als im Vorjahreszeitraum. Allerdings sackte das Betriebsergebnis (Ebit) nach einem Plus von 1,6 Millionen Euro vor einem Jahr in die roten Zahlen, und zwar auf minus 0,6 Millionen Euro. Damit liege man "im Rahmen der Erwartungen", erklärte die Firma. Für das Gesamtjahr rechnet Vossloh aber weiter mit einem kräftigen Betriebsgewinn.

Vossloh kämpfte zuletzt vor allem mit einem schwächeren Geschäft mit Schienenbefestigungssystemen in China. Auch beim ursprünglich für 2018 geplanten Verkauf des Lokomotivgeschäfts kam der Konzern bisher nicht so voran wie erhofft.