In Kalifornien:Alex storniert

Zwei Touristik-Experten wollen in Kalifornien mal richtig Start-up-typisch übernachten. Kurz vor der Ankunft gibt es dann aber Ärger.

Von Michael Kuntz

Eigentlich ist Kalifornien ja das Kerngebiet von Airbnb. Doch man kann auch mal Pech haben bei dem gehypten Start-up aus dem Großraum San Francisco. Mit der Unterkunft lief es nicht so richtig rund, berichten ausgerechnet zwei Redakteure der führenden Fachzeitschrift für die Touristikwirtschaft fvw. Sie wollten in diesem Sommer - passend zu ihrer Reise in das Silicon Valley - bei Airbnb buchen. "Auch in der Hoffnung, abends mit jungen Gründern und Techis zusammenzusitzen."

Fehlanzeige, notieren Sabine Pracht und Klaus Hildebrandt. "Alex, unsere auserwählte Gastgeberin, schickte uns Tür-Codes zu. Wir haben verstanden: An einer persönlichen Begegnung ist sie nicht interessiert. Unsere Vorfreude und unser Meet-the-locals-Feeling sind dahin." Doch es kam noch besser: Kurze Zeit später stornierte Alex die Buchung. Die beiden Touristik-Reporter aus Hamburg standen zwei Wochen vor Abreise ohne Unterkunft da. "Das Angebot ist dünn - und entsprechend teuer." Hinzu kamen "lästige und nervige Abrechnungs- und Kommunikationsprobleme" mit Airbnb in Berlin, bloggten die beiden. So jedenfalls bekamen sie gar nicht erst die Chance, es im Home von Alex so zu machen, wie ein Airbnb-Gast namens Maksym Pashanin in seiner Unterkunft in Palm Springs. Der nämlich zog erst wieder aus, als seine Airbnb-Gastgeberin sich entnervt von ihrem ungewollten Dauergast an die Medien gewandt hatte.

© SZ vom 12.08.2017
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