GeldanlageNächster Immobilienfonds schließt

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Der von der Schweizer Großbank UBS verwaltete offene Immobilienfonds verweigert derzeit die Rücknahme von Anteilen.
Der von der Schweizer Großbank UBS verwaltete offene Immobilienfonds verweigert derzeit die Rücknahme von Anteilen. Denis Balibouse/REUTERS

Mit dem UBS Euroinvest Immobilien schließt der dritte offene Immobilienfonds und verweigert Anlegern die Rücknahme ihrer Anteile. Zuvor traf es Wohnimmobilienfonds, nun handelt es sich um den ersten Fonds mit Schwerpunkt auf Büros.

Von Meike Schreiber, Frankfurt

Der nächste offene Immobilienfonds verweigert Anlegern die Rücknahme von Anteilen. Mit dem UBS Euroinvest Immobilien ist nun erstmals ein Fonds betroffen, der vor allem in Gewerbeimmobilien investiert, also zum Beispiel Büros. In den vergangenen Wochen hatten bereits zwei offene Immobilienfonds schließen müssen, die allerdings vorrangig in Wohnimmobilien investiert sind. Die liquiden Mittel würden nicht ausreichen, die von Anlegern gewünschten Anteilsrückgaben zu bedienen und dabei eine ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung des Immobilien-Sondervermögens zu gewährleisten, hieß es in der Begründung der Geschäftsführung des Fonds der Schweizer Großbank UBS.

Nach dem Gesetz kann eine solche Schließung bis zu drei Jahre dauern. So lange kommen Anleger nicht an ihr Erspartes. In dieser Zeit besteht das Risiko, dass sich der Verkauf der Immobilien verzögert oder nur zu niedrigeren Preisen gelingt, sodass Anleger ihr Geld erst nach Jahren oder sogar nur teilweise zurückbekommen.  Zwar handelt es sich in allen drei Fällen nur um kleine Fonds:  Die Nachricht dürfte dennoch viele Anleger verunsichern, die ihr Geld in offene Immobilienfonds investiert haben – zumal die derzeit wegen des Nahostkonflikts steigenden Inflationserwartungen die Immobilienbewertungen zusätzlich belasten dürften.

Zuletzt hatte auch der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Mark Branson, gewarnt, er schließe nicht aus, „dass wir weitere Schließungen unter den kleinen Fonds sehen werden“. Größere Fonds hält Branson dagegen für weniger gefährdet; sie hätten mit ihren Portfolios mehr Möglichkeiten, Liquidität zu schaffen. Ähnliche Thesen hört man derzeit auch von Branchenvertretern. Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), hatte zuletzt mit Blick auf die von Sparkassen vertriebenen Fonds der Deka gesagt: „Im Moment sehen wir da keine Gefahr. Wir sehen keine Anhaltspunkte dafür, dass ähnliche Entwicklungen eintreten.“ Von der Deka werde den Sparkassen „eine gelassene Sicht auf die offenen Immobilienfonds transportiert“.

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