Immobilien:"Geld spielt dabei natürlich keine Rolle"

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Und Bieber? Der wollte vor zwei Jahren das Öko-Hightech-Haus in den Hollywood Hills haben, in dem Ashton Kutcher zur Miete wohnte. Der hat die Junggesellenbude jedoch selbst für mehr als zehn Millionen Dollar erworben. "Er hat mich gezwungen, ein Haus zu kaufen. Ich wollte es nicht verlieren", jammerte Kutcher, der mittlerweile Schauspielerin Mila Kunis einen Heiratsantrag gemacht und sie gebeten hat, bei ihm einzuziehen.

Bieber dagegen ist gerade dabei, ein Haus auf der englischen Insel Isle of Wight zu kaufen. "Geld spielt dabei natürlich keine Rolle", sagte ein Bekannter der Promi-Sendung TMZ: "Er will nur einen Rückzugsort haben, wenn ihm alles zu viel wird." Nur ein ganz böser Mensch wird nun sagen: eine dauerhafte Bleibe also.

Weg aus Hollywood, weg aus Los Angeles - das gilt offenbar auch für Leonardo DiCaprio, der zuletzt bei der Oscar-Verleihung eine erneute Niederlage hat hinnehmen müssen. Er war zum vierten Mal nominiert und bekam schon wieder keine Statue. DiCaprio hat sein Strandhaus in Malibu für 17,3 Millionen Dollar verkauft und sich eine Villa in der Wüste zugelegt, zwei Stunden östlich von Los Angeles und in der Nähe der Betty-Ford-Klinik. Kaufpreis: 5,23 Millionen Dollar. Die Sängerin Dinah Shore wohnte einst darin.

Keine Krise bei den Reichen und Superreichen

So geht es derzeit zu auf dem Häusermarkt der Reichen und Schönen in Los Angeles, zumindest in diesem Preissegment scheint die Immobilienkrise vorbei zu sein - die Stars verkaufen ihre Häuser derzeit mit saftigem Gewinn. Und natürlich gibt es auch noch einen Markt der Superreichen: Der ehemalige Baseballspieler Barry Bonds möchte für sein Schloss in Beverly Park gerne 22 Millionen Dollar haben, der Footballspieler Tom Brady und das Model Gisele Bündchen fordern 50 Millionen Dollar für ihre Villa in Brentwood, die sie sich vor fünf Jahren für 11,75 Millionen Dollar zugelegt und seitdem ausgebaut hatten. Jamie McCourt, Unternehmerin und ehemalige Eigentümerin des Baseballklubs Los Angeles Dodgers, verlangt 55 Millionen Dollar für ihr Anwesen in der Nähe der Playboy Mansion.

Dieses muntere Häuserwechseln freilich stellt eine ganz andere Branche in Los Angeles vor arge Probleme. Auf dem Hollywood Boulevard lungern jeden Tag nicht nur ein Michael-Jackson-Imitator und ein Spiderman mit nicht zu übersehendem Bierbauch herum, sondern auch Menschen, die Landkarten feilbieten, auf denen die Häuser der Stars vermerkt sind.

Seit einigen Monaten darf auf dem Walk of Fame nur noch Starline Tours offiziell Fahrten zu den Häusern anbieten, das Unternehmen gilt als seriös und gut informiert über die Besitzerwechsel. "Es ist unglaublich, wie schnell derzeit die Anwesen den Besitzer wechseln", sagt ein Starline-Tours-Mitarbeiter. "Vor 20 Jahren war so eine Rundfahrt einfach, die Besitzer waren bekannt. Heutzutage muss ich quasi jeden Monat neu lernen, wer denn nun gerade wo wohnt - und warum eigentlich."

Da ist es doch beruhigend, dass es auch noch Promis gibt, die nicht ständig umziehen - sie haben bereits ein Haus gefunden, das aufgrund des einstigen Bewohners wie die Faust aufs Auge passt. George Clooney präsentierte kürzlich seine neue Freundin, die Anwältin Alam Alamuddin. Dennoch wird er in seinem Haus auf der Nordseite der Hollywood Hills bleiben.

In dieser Villa wohnte einst, ja wirklich: Clark Gable.

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