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Immobilien:New York will geheime Hauskäufe beschränken

Namen von Eigentümern sollen offengelegt werden. Das macht Prominente unruhig.

Ein Penthouse mitten in New York City, mit direktem Blick auf den Central Park, oft als Zweit- oder Drittwohnung: Meist sind es vermögende Schauspieler, Musiker oder Unternehmer, die sich derartige Luxusbleiben in der US-Metropole leisten. Und oft nutzen sie dafür eine sogenannte LLC, eine Limited Liability Company, also Firmen, die den Kauf abwickeln und für die Prominenten als Käufer auftreten, ähnlich einer deutschen GmbH. So verhindern Prominente, dass sie namentlich im Kaufprozess auftauchen - sie und ihr Wohnort bleiben auf diese Weise geheim. Amazon-Chef Jeff Bezos hält es so, die Sängerin Taylor Swift ebenfalls, genauso russische Oligarchen.

Ein Gesetz, das der Gouverneur des Staates New York, der Demokrat Andrew Cuomo, im September unterzeichnet hat, sorgte deswegen für Wirbel. Es sollte mehr Transparenz in den Wohnungsmarkt bringen - und damit auch Käufernamen offenlegen. Lokalpolitiker des Bundesstaats hatten es auf den Weg gebracht, weil ihnen die Handhabe fehlte, die Eigentumsrechte verschiedener Wohnungen im Bundesgebiet zu klären. Davon ausgehend, unterschrieb der Gouverneur das Gesetz, das für den gesamten Bundesstaat gilt und damit auch für die Stadt New York und die dortigen auf ihre Privatsphäre bedachten Millionäre oder jene, die Vermögenswerte vor Klagen schützen wollen.

Es sieht vor, das die Käufer jener Luxusbleiben, die eine LLC zwischenschalten, offengelegt werden müssen. Auch deswegen, um Kriminellen, die Immobilien auch als Schlupfloch für Geldwäsche genutzt haben, zu enttarnen und insgesamt mehr Transparenz zu schaffen. Unbeabsichtigt enttarne man dadurch aber auch die Millionäre, schreibt das Wall Street Journal.

Bei Maklern und Eigentümern kam das nicht gut an. Nun wurde klargestellt, dass das Gesetz nicht für Einzelwohnungen gilt, sondern für "Wohnimmobilien mit ein- bis Vierfamilienwohneinheiten". Für Einzelapartments also nicht. Prominente dürfte das beruhigen. Doch wurde auch Kritik laut, dass das Gesetz nun nicht weit genug greife. Kriminellen, die mit schmutzigem Geld Gebäude kaufen und es durch die fälligen Steuern "reinwaschen", blieben weiter inkognito.