Wohnungen Immobilienirrsinn, Berlin, 2019

Daniel Libeskind hat keine Scheu vor spitzen Winkeln und er mag die Farbe Grau. Ansonsten sieht das Sapphire aus wie jeder andere beliebige Neubau in Mitte.

(Foto: Johanna Adorjan)

Sollte wer vier Millionen Euro parken müssen, kann er es sich in einem echten Libeskind gemütlich machen. Ein Penthouse in Berlin steht zum Verkauf - und bei der Besichtigung lernt man viel über die Gegenwart in der Hauptstadt.

Von Johanna Adorján

Wie sagte Klaus Wowereit über Berlin, arm, aber sexy? Steht man heute, Jahrhunderte später, auf der Dachterrasse des Sapphire, das natürlich Englisch ausgesprochen wird wie alles, was in Berlin nicht nach Berlin klingen soll, und was deshalb mehr nach Senf-Eiern klingt als nach Edelstein, weiß man, dass der Spruch einer wahrhaft untergegangenen Epoche angehört.

Exklusiv für Abonnenten

Lesen Sie die besten Reportagen, Porträts, Essays und Interviews der letzten Monate.

Hier geht es zu den SZ-Plus-Texten.

Das Sapphire ist das "erste (und vielleicht letzte) Wohnhaus, das der Star-Architekt Daniel Libeskind in der Hauptstadt gebaut hat". So heißt es in der Pressemitteilung, die ...

Lesen Sie mit SZ Plus auch:
Architektur Stimmungskiller

Architektur in Berlin

Stimmungskiller

Berlin baut auf eintönige Rasterfassaden. Das ist nicht nur langweilig, es verdirbt auch die Laune. Wie Architektur die Psyche beeinflusst - und warum Menschen in Gebäuden das Menschliche suchen.   Von Johanna Adorján