Süddeutsche Zeitung

Immobilien in China:Evergrande-Gründer angeblich unter Polizeiaufsicht gestellt

Spekulationen sorgen für weitere Unruhe am nervösen Immobilienmarkt in China.

Der staatliche Druck auf China Evergrande wächst und schürt Furcht vor einem Kollaps des Immobilienkonzerns. Firmengründer Hui Ka Yan sei unlängst von der Polizei abgeholt worden und stehe an einem Ort unter Beobachtung, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Grund sei unklar. Polizeiaufsicht gelte nicht als förmliche Festnahme oder Verhaftung und bedeute nicht, dass Hui unmittelbar vor einer Anklage stehe.

Weder Evergrande noch das Polizeipräsidium der Provinz Guangdong, in der der Immobilienkonzern beheimatet ist, oder das Sicherheitsministerium waren für einen Kommentar zu erreichen. Zwei Insider sagten allerdings, dass Hui vor einigen Tagen die Kommunikation mit Beschäftigten eingestellt habe und auch nicht erreichbar sei. Vor einigen Tagen waren mehrere Manager der Evergrande-Tochter Hengda verhaftet worden. Die Ermittlungen gegen Hengda gefährden die geplante Umschuldung. Einer der Eckpfeiler ist der Tausch alter Schulden in neue Anleihen. Evergrande darf wegen Hengda aber vorerst keine neuen Schuldtitel ausgeben.

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SZ/Reuters
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