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Internationale Automobil Ausstellung (IAA):Berlin, Hamburg und München in der engeren Wahl

IAA

In Zukunft soll bei der IAA nicht mehr nur neue Auto-Modelle im Mittelpunkt stehen. So wie hier zu sehen.

(Foto: dpa)
  • Der Verbandes der Automobilindustrie (VDA) will mit diesen drei Städten weitere Gespräche führen und konkrete Vertragsverhandlungen aufnehmen.
  • Eine Entscheidung, wo die Internationale Autoausstellung (IAA) 2021 stattfinden soll, wird in den nächsten Wochen fallen.

Nach heftigem Streit um die Internationale Autoausstellung im vergangenen Jahr verliert Frankfurt seine bedeutendste Messe. Der Autolobbyverband VDA, Ausrichter des Großevents, legte sich am Mittwoch auf drei mögliche Kandidaten für die nächsten Ausstellungen von 2021 an fest. Der Verband will demnach zwischen München, Berlin und Hamburg entscheiden.

Der Vorstand habe die verschiedenen Konzepte und Ideen erörtert und entschieden, dass mit diesen drei Städten weitere Gespräche geführt und konkrete Vertragsverhandlungen aufgenommen würden, hieß es in einer Erklärung. Eine Entscheidung über die Stadt, in der die IAA künftig stattfinden werde, solle in den nächsten Wochen fallen. Beworben hatten sich neben den verbleibenden Kandidaten und Frankfurt auch Hannover, Stuttgart und Köln. Die sieben Bewerber hatten vergangene Woche ihre Konzepte präsentiert.

Der Vertrag von VDA und Frankfurter Messe lief 2019 aus. Der Verband hatte wegen sinkender Aussteller- und Besucherzahlen schon vor der IAA im vergangenen Jahr angekündigt, das Messekonzept grundlegend zu überarbeiten und dann auch zu entscheiden, wo die Veranstaltung künftig stattfinden soll.

Rund 500 000 statt zuvor 800 000 Zuschauer kamen zur vergangenen IAA im Herbst. Zusätzlich konnte die Messe die große gesellschaftliche Debatte um nachhaltige Mobilität nicht abbilden: Stattdessen gab es Blockaden und Demonstrationen von Klimaaktivisten.

In Zukunft soll bei der Schau nicht mehr die Ausstellung von neuen Auto-Modellen in Messehallen im Mittelpunkt stehen. Den Plänen zufolge sollen Veranstaltungen zu Mobilität auch in der Innenstadt angeboten werden, um mehr Publikum zu erreichen.

Für Frankfurt ist die Entscheidung eine herbe Niederlage. Fast 70 Jahre war die Stadt am Main Ausrichter der IAA. Wer den Zuschlag bekomme, sei nun völlig offen, hieß es aus Kreisen des Verbands. Als leichte Favoriten gelten Hamburg und Berlin. Der Weg zur "Shortlist" war durchaus politisch. Dass München ein Kandidat ist, überraschte einige, offenbar habe BMW antichambriert, heißt es: Mit den Standorten Olympiapark und Messe würde sich eine IAA nicht in der Stadtmitte abspielen - aber das wünscht sich der VDA eigentlich.

© SZ vom 30.01.2020/mxh
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