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Braucht man das?:Notebook D15 von Huawei

Huawei Notebook D15, Produktbild.

Leichtgewicht: Das Huawei D15 wiegt nur gut 1,5 Kilogramm.

(Foto: Huawei)

Huaweis Laptop D15 mit AMD-Prozessor ist hübsch und leistungsstark, aber einige Schwachpunkte trüben das Bild.

Von Helmut Martin-Jung

Ein 15-Zoll-Bildschirm bei Notebooks ist der Kompromiss zwischen Gewicht und Größe. Wenn ein Gerät dann noch so leicht ist wie das Huawei D15, es wiegt nur gut 1,5 Kilogramm, fällt die Entscheidung besonders schwer. Eigentlich eignet es sich dann auch ganz gut zum Mitnehmen - etwa an die Uni.

Optisch fällt man dabei gegenüber den Kommilitonen mit Apple-Laptops nicht ab, das Metallgehäuse ist recht schick geworden, macht zudem einen stabilen Eindruck. Da die Uni-Seminare und Vorlesungen zurzeit allerdings meist übers Netz abgehalten wird, gewinnt die eingebaute Kamera an Bedeutung. Leider ist die wieder wie schon bei anderen Modellen des chinesischen Herstellers in der Tastatur versenkt. Das hat zwar den Vorteil, dass sie in geschlossenem Zustand kein Bild aufzeichnen kann. Nutzt man sie aber, wird das Bild etwas unvorteilhaft von unten aufgenommen.

Ein Kritikpunkt: Die knapp bemessene Akkulaufzeit

Der Bildschirm ist hell und matt, das ist ein klarer Vorteil gegenüber glänzenden Exemplaren. Der Farbraum ist begrenzt, daher sind die Farben auch weniger knallig als bei teureren Geräten. Touch ist ebenfalls nicht vorgesehen, was am Laptop aber kein großer Nachteil ist.

Angetrieben wird der getestete D15 von einem Prozessor des Intel-Konkurrenten AMD. Die Leistung ist sehr gut und reicht in Verbindung mit der integrierten Grafik für einfachere Spiele. Die eingebaute SSD-Festplatte ist schnell, aus Gründen der Zukunftssicherheit sollten sich Interessenten für die Variante mit 16 Gigabyte Hauptspeicher und die 500er-SSD entscheiden.

Wenn man etwas bemängeln will am D15, ist es die knapp bemessene Akkulaufzeit. Unter fünf Stunden bei normaler Beanspruchung ist nicht viel. Immerhin lässt sich der Akku schnell wieder aufladen. Ebenfalls nicht ganz zeitgemäß, aber wohl ein Kompromiss angesichts des Preises, sind die Schnittstellen. Nur ein USB-3.0-Anschluss, das ist schade. Die einzige USB-C-Buchse dient auch zum Aufladen, einen Monitor kann man daran nicht anschließen, dafür gibt es eine HDMI-Buchse.

Wer mit den Einschränkungen leben kann, erhält zu Preisen ab 630 Euro ein hübsches und leistungsstarkes Notebook, die empfehlenswerte getestete Konfiguration gibt es für 700 Euro.

© SZ/pauw
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